Wie gehen zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler mit der von digitaler Internetkultur geprägten Welt um? Massenmedien machen uns glauben, Erfahrung sei in Echtzeit übertragbar. Die Information wird als untrennbar von der Erfahrung angesehen, wenn nicht sogar in der Lage, sie zu ersetzen. Die Gruppenausstellung zeigt verschiedene Wege, mit denen die zeitgenössische Kunst unsere Kultur des „Informationszeitalters“ hinterfragt eine Kultur, die für sich den Anspruch nimmt, dass die Macht der Repräsentation unbegrenzt möglich sei, über begrenzte Ausstellungsbedingungen und das Lokale hinaus.
Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:
Jean-Jacques Dumont (F) l Christian Ertel (D) l Bianca Hildenbrand (CH) l Esther Hunziker (CH) l Piotr Iwicki (D) l Sophie Jung (CH) l Joséphine Kaeppelin (F) l Kasia Klimpel (CH) l Rahel Lenz (CH) l Patrizia Maag-Barbieri (CH) l Jisook Min (F) l Linus von Poswik / Tobias Ergenzinger (D) l Dorothée von Rechenberg (CH) l Christina Schmid (CH) l Marco Schuler (D) l Claudia de la Torre (D) l Lydia Wilhelm (CH)
Mittwoch, 30.11. um 19:00 Uhr Öffentliche Führung
Dienstag, 06.12. um 19:00 Kunstsalon mit den Künstlern der Ausstellung Linus von Poswik und Tobias Ergenzinger
Sonntag, 11.12. um 13:00 Uhr Öffentliche Führung (Bustour)
Sonntag, 18.12. ab 10h30Uhr
Konzerthaus
Bustour Regionale 12
Sonntag, 11.12. um 14:00 Uhr KKK - Familienworkshop
Mittwoch, 21.12. um 19:00 Uhr Öffentliche Führung
Freitag, 25.11. um 20:00 Uhr
Einführung: Caroline Käding, 20:30 Uhr
Ab 22:00 Uhr Eröffnungsparty im Café Ruef, Kartäuserstr. 2
Sternentstehungsgebiet M17 im Sternbild Schwan (Quelle: ESO)Aus Anlass des letzten und vierten Teils der Vortragsreihe „Konzepte von Schönheit in Kunst und Wissenschaft“ unternehmen die geladenen Referenten einen Ausblick: Thema an diesem Abend ist die Beobachtung des Himmels in Astronomie und Bildender Kunst. Dr. Dirk Soltau, Astrophysiker, erläutert den Zusammenhang von naturwissenschaftlicher Beobachtung und Schönheit in der Geschichte der Astronomie, wie etwa in der Vorstellung symmetrischer Himmelsbahnen gegeben. Björn Dahlem, Bildender Künstler, beschäftigt sich mit der Ästhetik der Modelle der Himmelskörper in der Naturwissenschaft. Im Anschluss an ihre Vorträge begeben sich beide Referenten in ein Gespräch.
Dr. Dirk Soltau, Astrophysiker am Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik,
Freiburg. „Ist das Universum schön?“
Am Anfang der Beschäftigung mit der Naturwissenschaft steht häufig eine ästhetische Faszination. Dies gilt besonders für die Astrophysik. Doch führt die Suche nach der Schönheit in den Naturwissenschaften auch zur Wahrheit? Diese Frage wurde früher von vielen Wissenschaftlern bejaht. Doch heute ist man sich nicht mehr so sicher. Im Gegenteil: Verführt von der Schönheit, ist es leicht, dem Irrtum zu
erliegen.
Björn Dahlem, Bildender Künstler, Berlin.
„Die Architektur des Himmels“
Björn Dahlem geht in seinem skulpturalen Schaffen nicht vom Stabilen, sondern vom Fragilen aus – ganz so, wie er die Verfasstheit des menschlichen Wissens begreift. Als profunder Kenner von Geistes-
und Kulturgeschichte transponiert Dahlem komplexe Themen, insbesondere der Astrophysik und der Philosophie, in das Feld der Kunst. Seine Skulpturen und Installationen, die er meist unter Verwendung von profanen Materialien aus Baumärkten und Trödelläden herstellt, setzen dort an, wo gesicherte Erkenntnisse an ihre Grenzen stoßen. Er begreift das Universum als geistiges Gefüge von
Gedanken- und Vorstellungsräumen, als ein Gebäude aus Bildern, in denen Wissenschaft und Mythos stets neu miteinander verschmolzen werden.